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Wege aus dem Trauma


Um es gleich vorweg zu sagen:" Die ultimative Traumatherapie gibt es nicht!"  Jede Traumatherapie entwickelt und entfaltet sich erst im eigentlichen therapeutischen Prozess. Je nach Beschaffenheit des Traumas und der individuellen Situation des Klienten muss eine geeignete Methode und Vorgehensweise erst einmal gefunden werden.  

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Was ist ein Trauma? 

Ein Trauma ist eine schmerzliche Erfahrung in der Gefühle, Bilder, Schmerzen und äußere und innere Verletzungen auftreten, die sich als schmerzliche Erinnerungen ablegen. Dieses Ereignis ist so tiefgreifend, dass es fortan die Stimmungslagen stetig beeinflussen kann. Man kann es als Schockereignis bezeichnen! 

Darunter Fallen: Körperliche Verletzungen, Vergewaltigungen, Kriegsereignisse, Mobbing, Stalking, Benachteiligungen, Soziale Ausgrenzungen, Gewalteinwirkungen, Seelische Gewalteinwirkungen, Unfälle, Katastrophen, Opfer von Betrügereien, Diebstahl, Drohungen, Bestrafungen, Verletzungen der Würde usw,.....

Das Erleben eines Traumas ist sehr schmerzlich und voller Verletzungen.  Es legt sich im Gedächtnis wie ein Baumring ab, welcher langsam schwarz im Hintergrund auf die Seele einwirkt und uns bis in die Zukunft beeinträchtigen kann. Wer ein Trauma erfahren hat und plötzlich bestimmte Flashbacks oder Erinnerungen oder schwierige Gefühlsregungen in bestimmten Situationen hat, der wird von dieser schwarzen Zwiebelschicht beeinflusst.


Das posttraumatisches Trauma: 

Ein posttraumatisches Trauma entsteht mit der Zeit und die Traumas wirken im Unbewussten und verursachen bestimmte Beschwerden und Symptome. Sie müssen nicht unbedingt sofort nach dem schrecklichen Ereignis auftreten. Sie können auch erst dann sich manifestieren, wenn ein erinnerndes Ereignis beispielsweise auftritt. 

Das Leiden des Betroffenen kann dabei verschieden und individuell ausfallen und bis zu einer Berufsunfähigkeit sich ausbreiten und Beziehungen sehr stark beeinträchtigen. 


Symptome eines posttraumatischen geschehen: 

  • Flashbacks = Plötzliches Erinnern an das traumatische Geschehen! 
  • Alpträume
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Schreckhaftigkeit 
  • Nervosität, Angst, Reizbarkeit
  • Vermeidung, Verdrängung, Vergessen des Geschehens. 
  • Verflachung der Gefühle und der Interessen. 


Die Kategorien eines Traumas und deren Intensität:

Jedes Trauma hat ganz individuelle Auswirkungen auf die Seele. Sie wirken verschieden intensiv auf die Gefühle und Stimmungen ein. In der Psychotherapie werden diese in einer Skala von 1 bis 10 bewertet.    

Das Schocktrauma: Dabei handelt es sich um das Trauma-Ereignis unmittelbar. Hierbei befindet sich der Betroffene unmittelbar in einem Schockereignis, wo er durch ein traumatisches Geschehen direkt selbst oder indirekt betroffen ist. Es entsteht ein Schock und es bestehen starke Ängste und Lebensgefahr. Der Schock ist die eigentliche Auswirkung des Traumas.  

Entwicklungstrauma: Diese Trauma-Form entwickelt sich in längeren Zeitabschnitten eines Lebens, wenn beispielsweise schwierige familiäre oder soziale Verhältnisse und auch Benachteiligungen bestehen, wo der Mensch innerlich nicht wachsen kann. Es können sich Persönlichkeitsstörungen und psychische Erkrankungen entwickeln. 

Sekundärtraumatisierung: Hierbei werden betroffene Helferpersonen traumatisiert, die selbst nicht unmittelbar vom Trauma-Ereignis unterworfen sind. Durch die Hilfe am Unfallort oder in Entwicklungsländern können nachträglich Traumatisierungsstörungen der Helfer entstehen, weil man am Leid der anderen Anteil hat. Darunter können auch Pflegekräfte und Ärzte, Feuerwehrmänner oder Polizisten fallen, die hierzulande in Helferbereichen tätig sind oder bei Unfällen oder Katastrophen helfen müssen. Aber auch nicht direkte Beteiligte an schweren Unfällen können an sekundären Traumaauswirkungen leiden.  

Generationsübergreifendes Trauma: Hierbei handelt es sich meist um ein generelles Kriegstrauma oder eine schwere körperliche Verletzung aufgrund von Folgen eines Krieges mit allen gesellschaftlichen Ereignissen. Dazu gehören Hungerzeiten oder gar Gewaltausbrüche in der Gesellschaft gegen anders denkende sowie Ausgrenzungen oder Verfolgungen. Auch Vergewaltigungen gehören dazu. Diese Traumata wirken auf die ganzen Familien ein und überdauern in ihren Auswirkungen oft mehrere Generationen, bis diese durch neue Lebensweisen oder neue Umwelteinflüsse aufgelöst werden können.  

Soziales Trauma: Bei dieser Form des Traumas werden ganze Volksgruppen traumatisiert durch Ausgrenzungen oder Benachteiligungen. Viele Flüchtlinge leiden an einem sozialen Trauma und sie müssen erst einmal wieder neu sich finden. 


Das Finden eines Traumas: 

In der Therapie setze ich bestimmte Fragebögen im diagnostischen Prozess ein. Dabei wird ganz gezielt oder gar versteckt nach den typischen posttraumatischen Belastungsstörungen gefragt. So kann ich eruieren, ob ein traumatisches Geschehen vorliegt.


Die Traumabilder: 

Jeder von uns hat Traumas in sich. Es gibt fast niemanden der keine Traumas hat. So beginne ich damit im biografischen Prozess diese Traumas zu finden. Jeder Klient berichtet in der Regel von verschiedenen Traumas, die er erlebt hat. In diesem Sinne wird in der Therapie jedes einzelne Trauma isoliert und als Traumabild auf das Flipchart gebracht. Hier kann es erstmalig wahrgenommen werden und besprochen werden. Oftmals ergeben sich neben dem eigentlichen Traumabild verschiedene Nebenschauplätze die ebenfalls von Wichtigkeit sind.

Allein diese Visualisierung eines Traumas bringt schon sehr viel für den Klienten. Oftmals lösen sich auch schon in dieser Situation diese negativen Auswirkungen einfach auf, weil die Zusammenhänge zum Zeitpunkt des Traumas ganz anders verstanden wurden und die Emotionen nun neu bewertet werden. Dazu werden einfühlsame und tiefenpsychologische Gesprächstechniken benutzt! 

Es geht darum den Klienten in dieser Situation abzuholen und Verständnis aufzubauen. Dazu gehört aber auch ein großer innere Raum sich mit dem was erlebt wurde auseinanderzusetzen!  


Intensive Traumabilder und EMDR: 

Bei bestimmten intensiven Trauma-Bildern kann auch das EMDR zum Einsatz kommen. Hierbei werden im Prozess des EMDR die Emotionen neu bewertet und abgemildert. Ich nutze gern die imaginative Vorgehensweise beim EMDR. Sie lässt viel Spielraum für den Klienten sich das Trauma vor Augen zu führen und es mit wohlwollenden neuen Gefühlen und neuen Emotionen auszukleiden. 

Das EMDR vermag so jedes einzelne Traumabild durchzuarbeiten und so kann Stück für Stück eine emotionale Neubewertung der einzelnen Traumata erfolgen, bis sie nicht mehr so belastend sind. 

Oftmals sind es mehrere Traumata, die zur posttraumatischen Belastungsstörung führen und nicht ein einzelnes! 


Was vom Trauma übrigeng bleiben kann! 

Die Psychotherapie vermag die emotionalen Auswirkungen vom Trauma emotional abzumildern und die negativen Auswirkungen aufzulösen. Jedoch ist das vollkommene Auslöschen eines Traumas nicht möglich. Das Trauma gehört zu uns und wir müssen damit leben. Wir können aber versuchen, dass es uns nicht mehr belastet!  

Wenn also ein Trauma mit 10 auf der Skala bewertet wurde, so kann eine Bewertung von 2 oder 3 durchaus zufrieden sein. 


Traumas die sehr schwierig sind: 

Bestimmte Traumas sind jedoch so schwerwiegend, dass eine Psychotherapie vielleicht nicht allein ausreicht, um es angemessen behandeln zu können. Die Rede ist von Kriegsereignissen oder sehr schlimmen schweren Misshandlungen. In diesem Fall sollte der Rat eines Facharztes hinzugezogen werden.   

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