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Handys und Sucht


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Solange das Smartphone als Werkzeug genutzt wird, so lange sind seine Eigenschaften und Möglichkeiten interessant und auch zu befürworten. Wenn jedoch ein Smartphone im eigentlichen Sinne eher schlechte Auswirkungen auf das menschliche Dasein hat, dann müssen wir den Nutzen hinterfragen. 


Was passiert da im Kopf? 

Nun, der Betroffene lernt schon sehr früh als Kind die Nutzung eines Smartphones. Somit wird der Umgang in die Bedürfnishierarchie der eigenen Psyche aufgenommen! Es wird als Bestandteil des Lebens akzeptiert. Die Inhalte eines Smartphones sind immer Verfügbar, während ein Freund nicht immer verfügbar ist. So entnimmt der Betroffenen stetig und zu jeder Zeit Informationen aus ihrem Smartphone und dadurch wird sein Weltbild deutlich beeinflusst. Derjenige, der ständig verfügbar ist, wird auch ständig bevorzugt. Freunde, sie nur einmal die Woche Zeit haben, werden somit nicht als so wertvoll eingestuft. Und so isoliert sich der Smartphonesüchtige von der realen Welt und bevorzugt das elektronische Medium. 

Auch die Kommunikation ist zu beachten. Die Kommunikation mit Freunden und Bekannten beruht auf Körpersprache und Mimik und dem gesprochenen Wort. Die Kommunikation mit dem Smartphone verläuft meistens nur per Tastatur und den Sprachaufzeichnungen. Somit wird die Anwendung von Körpersprache vernachlässigt. Das kann zu einem echten Kommunikationsproblem heranwachsen, wenn der Smartphonenutzer nicht mehr ganzheitlich kommunizieren kann. 


Wann wird die Nutzung des Handys zur Sucht? 

1. Wenn die ständige Bereitschaft existiert das Handy bei sich haben zu müssen! 

2. Wenn auch nachts das Handy am Bett liegt und die Unfähigkeit vorliegt es auszuschalten! 

3. Wenn der Betroffene viele Stunden am Tag mit dem Smartphone verbringt und dies zu Lasten der eigenen Körperpflege und der häuslichen Pflichten. 

4. Wenn die Aufmerksamkeit nur noch auf dem Smartphone liegt und familiäre Beziehungen und Freundschaften sowie berufliche Belange deutlich vernachlässigt werden.  

5. Wenn der Betroffene sich selbst wegen des Smartphones gefährdet! 

6. Wenn der Betroffene sein ganzes Einkommen für elektronische Medien ausgibt! 



Fazit: 

Handysucht ist heute ein ernst zunehmendes Thema. Wer daran leidet, dem muss es noch nicht mal bewusst sein, denn diese Sucht basiert auf Verhalten, was man erlernt hat und viele die daran leiden haben keine Krankheitseinsicht. Das Umfeld jedoch leidet sehr und weis oft nicht was es machen soll. Der Staat muss heute viele Millionen Euro Sozialleistungen monatlich zum Unterhalt von bedürftigen Betroffenen zahlen, weil sie unter einer unerkannten Handysucht leiden und sozial abgestiegen sind. Die Dunkelziffer ist sehr hoch!  

In ganz Deutschland gibt es nur eine handvoll Kliniken die jetzt erst einmal anfangen sich mit dieser neuen Form der verhaltensbasierten elektronischen Sucht auseinanderzusetzen. 

Therapieplätze gibt es so gut wie keine, denn kaum ein Therapeut weis damit umzugehen. Man ist der einhelligen Meinung, es sei ein psychiatrisches Problem, was nur in einer Klinik behandelt werden kann. Dabei ist es nicht möglich jemanden süchtigen das Smartphone wegzunehmen, weil jeder ein Anrecht auf freien Zugang zu Medien hat. 

Und auch in der Psychiatrie ist man oft überfordert, weil die Handysüchtigen Patienten sich schlecht behandeln lassen. Ihnen fehlt schlichtweg die Krankheitseinsicht!  

Wer immer sich hier behandeln lassen möchte, der muss eine Krankheitseinsicht haben und er muss es selbst auch wollen.

In meiner Praxis kann eine Behandlung auf verhaltenstherapeutischer Sicht erfolgen. Der Ausstieg aus der Handysucht kann nur schrittweise erfolgen. Mit Verminderung der Smartphonenutzung auf ein reales Maß. 


Sprechen Sie mich an! Ich berate Sie gerne. 



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