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PC Games und Sucht


Bei einem PC Game handelt es sich um ein Computerspiel und der Spielende taucht hier in eine virtuelle Welt ein. Diese virtuelle Welt ist jedoch nicht real.

PC Games gibt es heute auf den normalen PC aber auch auf PC Konsolen und Handys. Man muss die meisten Spiele käuflich erwerben und andere kann man auch kostenlos bekommen.

Wenn man auch hier den offiziellen Zahlen glauben schenken kann, so hat sich die PC Game Markt zu einer echten Milliarden schweren Industrie entwickelt. Im Jahre 2018 sollen so über 80 Milliarden Euro an Umsatz erfolgt sein. Das ist eine ganze Menge. 

Es gibt sogar richtige Messen, wo die neuesten PC Spiele vorgestellt werden und auf probe gespielt werden dürfen. 

Bestimmte Spiele können bei Sucht gefährlich Auswirkungen haben!

 

Der Sinn des Spielens:  

In erster Linie ist das Spiel eigentlich etwas positives. Es ist für die Entwicklung eines Menschen sehr wichtig, denn hier übt das Kind virtuell Fähigkeiten, die es später als Erwachsener dringend benötigt. 

Ein Junge spielt beispielsweise mit Autos und er trainiert so sein räumliches Vorstellungsvermögen und es realisiert das, was er in der realen Welt auf der Straße gesehen hat. Ein Puppenspiel übt eine soziale Situation und trainiert die Kommunikation und das Sozialverhalten eines Mädchens. So gibt es auch geschlechtsspezifische Spielverhalten, was den werdenden Mensch auf seine soziale und familiäre Rolle später vorbereiten kann. 

Bei diesem Spielen werden Hirnleistungen wie Vorstellungsvermögen trainiert. Dazu kommen Geschicklichkeiten und körperliche Bewegungen. Aber auch Gefühle und geistige Inhalte und Sprache und Kommunikation gehören dazu.  

Solange also dieses Spielen einer Vorbereitung auf eine spätere Lebensweise dient, solange ist Spielen förderlich für die menschliche Existenz.   

Allerdings ist dies bei bestimmten Spieltätigkeiten nicht mehr der Fall! 


Wenn falsches Spielen negative Folgen haben kann: 

Manchmal hören wir in der Presse von Amoktaten junger Menschen. Sie laufen durch Schulen und haben eine Waffe dabei.  Sie schießen wild um sich und töten dabei Menschen. Solche grauenhaften Verbrechen sind so schlimm, man kann es sich kaum vorstellen. 

Aber wieso machen Menschen so etwas? 

Im verhaltenstherapeutischen Ansatz der Psychologie wird die wissenschaftliche Meinung vertreten, wir tun das, was wir gelernt haben. Darunter fallen nicht nur positive erlernte Dinge, sondern auch negativ erlernte Dinge, die wir uns angeeignet haben. Und so gibt es auch in den PC Games auch solche, die äußerst negative Inhalte simulieren. Sie werden von süchtig gewordenen Spielern exzessiv gespielt. Die Rede ist von Kriegsspielen und ganz besonders von den EGO Shooter.  

Kriegsspiele: 

Bei diesen Spielen übernimmt der Spielende die Rolle eines Soldaten. Er hält sich in einer perfekt simulierten Virtualität in einem Kriegsschauplatz auf und er führt so einen realen Kampf gegen andere Computergenerierte feindliche Soldaten und Truppen. 

Durch die Moderne PC Technologie wird Ihnen ein fast real aussehendes Bild auf den Monitor geliefert. Dies untermalt mit realistische anmutenden Geräuschen. Sie sehen, wie in eine andere Realität und dies mit gestochen scharfen Bildern. Alles sieht echt aus. Wenn Sie ein 3D Brille benutzen, so haben Sie das Gefühl auch dort im Raum stehen zu können und es wird als Real empfunden! Sie sind mittendrin! 

Der Spieler benutzt Kriegsgerät und Schusswaffen und tötet andere Menschen und es werden Bomben geworfen und es stehen alle Waffen zur Verfügung, die man sich vorstellen kann. Darunter kann der Spieler Flugzeuge fliegen und Hubschrauber oder gar Panzer. Wenn der Spieler jemanden dann Tod schießt, so sieht man, wie der getroffene zu Boden fällt und er blutet. Bis er stirbt. Sie haben das Gefühl es sei Realität. 

Interessant hierbei ist die Tatsache, dass der Spielende keine Konsequenzen zu fürchten hat. Wird er einmal erschossen, so tut nichts weh und keine Wunde ist vorhanden. Dann spielt man einfach weiter! 

EGO Shooter:

Sie werden es nicht glauben aber es gibt eine ganze Reihe von PC Games auf den Markt, die das Amoklaufen simulieren und das in einer dargestellten Realität, die man sich nicht vorstellen kann. Ja, Sie haben richtig gehört, man kann heute als junger Mensch tatsächlich das Amoklaufen am PC üben! Sie können stundenlang durch einer Großstadt in der Virtualität laufen und wahllos Menschen abknallen! Und viele junge Menschen spielen solche Spiele stundenlang in Deutschland und dies jeden Tag!  Solche Spiele sind frei käuflich und nutzbar! 

Wer einen Amoklauf stundenlang und viele Tag im Jahr am PC trainiert, was muss in dem Kopf des solchen Spielers eigentlich vorgehen? 

Er gewinnt Lust am Töten, weil es ihn stimuliert. Das Spielen soll aber das reale Verhalten und die Hirnleistungen trainieren! Wie passt das zusammen? Gar nicht! 


Wann wird ein PC Game zur Sucht und was passiert da um Kopf? 

Die PC Spielsucht ist eine verhaltensbasierte Sucht. Jeder PC Spieler hat im Spiel eine gewisse Aufgabe zu erfüllen. Dabei flimmert der Bildschirm und man kann Punkte sammeln. Ist die Punktezahl erreich, so wird man durch eine neue Spielebene belohnt. Der Bildschirm blinkt und man hat das Gefühl etwas erfolgreiches geschafft zu haben. Dadurch wird ein Zufriedenheitsgefühl ausgelöst und sogar Glücksgefühle entstehen dabei. Man hat ja ein Erfolg beim Spielen gehabt. Dadurch werden im Gehirn Endorphine ausgeschüttet, welche hormonell den Erfolgt mit guten Gefühlen belohnen. Wird jedoch das PC spielen exzessiv gespielt, so kann diese Ausschüttung der Endorphine zu immer neuen Erfolgsbemühen des PC Games führen. Folgt der PC Spieler diesem, so kann eine Sucht entstehen.   

Diese Sucht kann auch bei EGO Shooter entstehen, wenn man virtuell Menschen tötet! Kommt dann noch eine psychische Erkrankung und Alkohol hinzu, so kann eine manische Psychose entstehen und der Amoklauf, der einst exzessiv am PC geübt wurde, wird nun real an der Schule vollzogen!  Deswegen sind Kriegsspiele und EGO Shooter eigentlich gefährlich für Menschen, die damit nicht umgehen können! 

Spiele haben eigentlich die Aufgabe das gespielte zu trainieren, Wenn ich das Töten übe, was für einen Sinn macht das? 

Es gibt aber auch andere harmlosere Spiele, die auch zu einer Sucht werden können. So können Sie im Internet tatsächlich online im Casino viel Geld loswerden, denn das Geld wird Ihnen dann vom Bankkonto abgebucht. Interessanterweise befinden sich solche Casino-online-Webseiten im Ausland. Man kann ihnen also nicht habhaft werden. 

Die Rede ist in diesem Beitrag natürlich von schädlichen Spielen, die tatsächlich schlimme Auswirkungen haben können! Es gibt auch eine ganze Reihe von nützlichen Spielen und auch tolle Spiele, die aber nicht süchtig machen. So gibt es Städtebauspiele, oder Spiele bei denen Familien simuliert werden. Das ist, insofern sie nicht süchtig gespielt werden, nicht schlecht!  


 

Was kann man tun?  

1. Sie müssen sich darüber bewusst werden, dass Sie eine verhaltensbasierte Sucht entwickelt haben. Durch das Belohnungsgefühl werden Endorphine im Gehirn ausgeschwemmt, die nach noch mehr Verhalten verlangen! 

2.Bei Kriegsspielen und EGO Skootern müssen Sie sich über die Schädlichkeit des virtuell lustvollen Tötens von Menschen bewusst werden. Es ist eine Gefahr und sie kann durchaus sehr problematisch werden. Sie müssen das einsehen und einen Ekel vor diesem Verhalten bekommen! Spielen Sie ersatzweise andere Spiele, die nichts mit dem Töten zu tun haben! 

3. Sie müssen die Einsicht über diese Sucht gewinnen! Wenn Sie darüber kein Krankheitsverständnis aufbauen wollen, so hat keine Therapie einen Sinn! 

4. Trinken Sie niemals Alkohol bei Spielen und nehmen Sie keine Drogen oder ähnliches zu sich! 

5. Spielen Sie niemals um Geld, was Ihnen irgendwo abgezogen wird. Glücksspiele bergen immer eine Suchtgefahr! 

6. Hinterfragen Sie ihr Spielverhalten und spielen Sie nur Spiele, die ethisch vertretbar sind und ihre Hirnleistungen und Geschicklichkeiten trainieren! 

7. Spielen Sie nie länger als 1 Stunde am Tag und limitieren Sie ihr Spielverhalten! 

8. Rufen Sie in meiner Praxis an und wir vereinbaren einen Termin ! 05671 609 917 9! 

9. Wir planen zusammen einen kontrollierten Rückzug von den Spielen und es kann mehrere Monate dauern! 

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