Ambulante Psychotherapie nach dem Heilpraktikergesetz! 
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Die heilende Kraft der Vergebung! 


Einer der hauptsächlichen Arbeiten in der Psychotherapie besteht aus der Trauma-Arbeit. Ein Trauma ist eine tiefe innere unangenehme Erinnerung an ein Ereignis oder an eine Verletzung. Vielleicht auch ein Unfall oder eine schmerzvolle Erinnerung an eine lebensbedrohliche Situation. Ganz besonders schlimm sind Traumas, wenn diese mit körperlichen oder seelischen Verletzungen mit Mitmenschen zu tun haben. Diese Traumata legt sich in der Seele ab und wird dort gespeichert. 

Sämtliche Erinnerungen an unser bisheriges Leben legen sich wie Zwiebelschichten in unser Gedächtnis ab oder wie die Baumringe um einen Stamm eines Baumes.                                                                                                        Bild von Pixabay

Jede traumatische Erinnerung wirken wie schwarze Erinnerungen in uns und sie wirken unbewusst in uns weiter und verursacht Emotionen und Gefühle, die einem Betroffenen auch nicht unbedingt bewusst sein müssen. 


Das diffuse Trauma: 

Bei einem sehr schweren Trauma kann die Seele aus dem Selbstschutz heraus das Erinnern daran blockieren.  Wir sprechen dann von einem diffusen Trauma, welches aus dem Unbewussten dennoch Auswirkungen auf unser Wohlbefinden hat. So können Albträume, Ängsten, Blockaden und Vermeidungsstrategien vorliegen. Es können aber auch Traumabilder im Betroffenen auftauchen, die Ängste machen und unerklärlich sind. Das Traumabild wird vom Unbewussten geformt. Es erinnert an das, was zum Trauma geführt hat.  Nur ein erfahrener Therapeut kann diese Botschaften aus dem Unbewussten gut deuten und entschlüsseln.   

In der Psychotherapie wird zunächst auf dieses Trauma vorbereitet und es wird vorsichtig aufgedeckt, bis es zu einem Objekt wird, an was man sich erinnern kann. Denn nur ein objektives Trauma kann behandelt werden. Dieser Prozess muss sehr vorsichtig geschehen und kann nur von einem erfahrenen Therapeuten begleitet werden, welcher eine gute Krisenintervention sicherstellen kann.  


Das objektive Trauma: 

Liegt das Trauma nun objektiv vor, und weis der Betroffene, was er durchlebt hat, so kann es erfasst und besprochen werden. In der Regel ist die Erinnerung daran sehr emotional und kann sehr heftige Gefühle auslösen. 

Es gibt mehrere Möglichkeiten einem Traumata zu begegnen und seine emotionale Auswirkung abzumildern. Dazu gibt es die EMDR Technik als auch die schrittweise schonende Konfrontation mit dem Traumata. Das hängt jedoch von der Art des Traumas ab und wie es vorliegt. Es geht um die emotionale Neubewertung des Traumas, damit die Reaktionen abgemildert werden können. 

 

Die Kraft der Vergebung:  

Eine besondere Möglichkeit das Trauma aufzulösen besteht in der inneren Vergebungsmöglichkeit. Dies gilt für leichte bis mittelschwere Traumas. Ist es möglich eine innere Vergebung durchführen zu können, so arbeite ich gerne mit der Metta Meditationstechnik aus dem Buddhistischen Tradition, sowie mit Affirmationen.  Warum sind diese gerade für ein Trauma geeignet? 

Das Überwinden eines Traumas kann nur durch eine emotionale Neubewertung geschehen. Indem man eine Technik anwendet, um das objektive gewesene Traumata abzumildern, so reduziert man die unbewussten Auswirkungen auf die Seele. 

Wenn sich der Klient nun dem Trauma stellt und sich in seiner inneren Geisteshaltung gegenüberstellt, so kann er es wunderbar mit der Metta Meditation bearbeiten und so eine emotionale Neubewertung schaffen. Zunächst spürt der Klient die schlimmen Auswirkungen, wenn er das Trauma vor sich sieht. Jedoch kann er Kontakt mit dem Trauma aufnehmen und wegweisende Innere Formelsätze zu diesem Objekt aussprechen. Damit tritt ein neuer Beziehungsprozess zum Trauma ein, der es nachträglich emotional beeinflussen kann. Aber wie geht das? 


1. Schritt: Metta fürs ich selbst: 

Hierbei geht es zunächst um den Beziehungsprozess mit sich selbst. Oftmals existieren im Zusammenhang mit dem objektiven Trauma auch Selbstvorwürfe und Schuldgefühle. Um diesen keine Anhaftungen mehr geben zu können werden Metta Meditationsformeln verinnerlicht. Dabei geht es um die Ausbildung einer wohlwollenden Haltung gegenüber sich selbst!  Der Übende sagt Sätze wie: "Möge ich Glücklich sein und zufrieden leben!" 


2. Schritt: Metta für andere: 

Dieses Metta ist für Menschen in der unmittelbaren Umgebung gedacht. Vielleicht auch mit den Unbeteiligten oder Unschuldigen, die mit dem Trauma zu tun haben. Auch auf Dieser Ebene ist es wichtig den negativen Emotionen hier keine Anhaftungen mehr geben zu wollen. Auch hier wird der Metta-Satz gebildet, um ein Wohlwollen und Liebe und Güte innerlich zu diesen Menschen zu senden! "Mögest auch Du (Name) Glücklich und Zufrieden leben." 

Bei Metta geht es darum diese Beziehungsmuster mit dem Trauma neu zu definieren. 


3. Schritt: Metta für Feinde und das Trauma selbst:

Trauma sind schlimm, doch diese belasten uns emotional. Wir arbeiten in psychotherapeutischen Gesprächen zunächst daran das Trauma zu isolieren und zu erkennen. 

"Das Trauma war aber und es hat seinen festen Platz in der Vergangenheit. Es hat sich eingebrannt. Und diese Narbe tut weh und verursacht Anhaftungen und Emotionen. Es geht um die innere Lösung von dem Trauma und wir wollen es in der dritten Stufe des Metta dem Strom der Zeit übergeben und nicht mehr daran festhalten! Das Gefühl es abstreifen zu können ist eines der wunderbarsten Momente in der Therapie! Dem Verursacher  wohlwollende Gefühle entgegen zu bringen und zu Vergeben ist eine innere Stärke, die Zeit benötigt um geschaffen zu werden! So tut derjenige, der mit dem Trauma schmerzhaft zu tun hat dem Betroffenen auch weh. Vergebung bedeutet Stärke! Indem der Betroffene dem Trauma-Verursacher innerlich keine Angriffsfläche mehr bietet, so löst er sich von dem Trauma! Indem ich nicht mehr Leiden muss, so entziehe ich dem Trauma seine magische Kraft! Das ist schwer aber möglich!" 

Ein Satz könnte hier sein: "Mögest auch Du (Name oder Objektives Trauma) Glücklich sein und zufrieden leben." Und mit dem Zusatz: "Mögest Du (Name und Trauma) Im Fluss der Zeit weiterfließen und ich lasse es los!" 

Hierbei geht es nicht darum das Trauma zu vergessen. Nein! Es geht um Vergebung gegenüber dem Verursacher. Es geht nicht darum es zu vergessen, denn vergessen können wir es nicht! 

Das ganze hat einen fast rituellen Charakter und diese Sätze, die wir in der Therapie finden können immer und immer wieder ausgesagt werden, wie ein Werkzug für den Betroffenen. Affirmationen sind wie Metta wegweisende Sätze, die individuell für die Problematik zugeschnitten werden können. Sie wirken in der Seele und können sehr befreiend sein. Auch ist es manchmal sinnvoll ein Ritual einzubauen. Wir Menschen brauchen auch rituale im Leben. Daran ist nicht schlimmes.  

Ein Trauma kann immer wieder in seinen Reaktionen auftreten und sich melden. Durch die Formelsätze des Metta hat der Klient etwas in der Hand es innerlich anzugehen und es abzustreifen!  Auch, wenn die Therapie schon vorbei ist hat er immer ein Werkzeug in der Hand! 

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