Ambulante Psychotherapie nach dem Heilpraktikergesetz! 
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Der Diagnosezwang in unserem Gesundheitssystem 


Vielleicht haben Sie schon einmal einen Arztbrief oder einen Krankenhausbericht gelesen. Dort stehen an oberster Stelle in schwarz meistens die Diagnosen. Diese Diagnosen sind notwendig, um eine Behandlung zu rechtfertigen und, um die Behandlung mit den Kostenträgern abrechnen zu können!  

Im Umkehrschluss bedeutet dies: "Ohne Diagnosen keine Behandlungen!" UND "Ohne Diagnosen wird keine Behandlung von den Kostenträgern erstattet! 

Also: 

Als Klient erwarten Sie, dass die Krankenkasse eine Behandlung bezahlt und so geben Sie die Versichertenkarte in der Praxis  zum Einlesen ab. Der Therapeut will sich Mühe geben, dem zu entsprechen und er will eine Diagnose stellen. Außerdem will er natürlich auch sein Geld mit der Behandlung verdienen! Sie geben sich also vertrauensvoll einer Untersuchung und Diagnosefindung hin, mit der Annahme, es wird wohl das beste sein! Kann der Therapeut keine Diagnose stellen, so gibt es keine Erstattungen von der Krankenkasse!  Somit muss der Therapeut eine Diagnose finden, damit er seine Bemühen abrechnen kann! 

Also muss eine Diagnose gestellt werden! 

Und diese Zwangslage kann auch dazu führen eine Diagnosen aus abrechnungstechnischen Gründen stellen zu wollen!  Das kann sehr gefährlich werden! Insbesondere dann, wenn diese Diagnosen schwerwiegend sind und es bereits eine hohe Anzahl weitere Diagnosen schon gibt. Es gibt tatsächlich Patienten, die bestehen nur noch aus Diagnosen! 

Die Machtausübung einer Diagnose!

Wird eine Diagnose gestellt, so steht diese über dem Klienten und wird fortan alle weiteren Belange bestimmen. Sie kann sogar alle zukünftigen biografischen Möglichkeiten eines Klienten verändern und beeinträchtigen. Jemand, der eine Schizophrenie bekommt, oder Demenz, für den wird sein ganzes Leben nun sich verändern. Deswegen muss mit psychiatrischen und psychischen Diagnosen sehr vorsichtig umgegangen werden.  

Leider ist unser ganzes Gesundheitssystem auf das Erstellen einer Diagnose aufgebaut. Sie muss gestellt werden, sonst kann man nicht abrechnen, oder die Behandlung begründen. 

Für ein einfaches Gespräch oder für schonende Maßnahmen, die genauso wie eine umfassende Therapie wirksam sein können, ist leider kein Platz in unserem Gesundheitssystem. 

Was wäre, wenn es anders wäre? 

Stellen Sie sich vor Sie gehen zu Ihrem Arzt oder Therapeuten und zahlen dafür eine Grundpauschale von beispielsweise 30 Euro für ganze 60 Minuten eines Erstgespräches.  Hiermit wird ein wertschätzendes Gespräch abgegolten, wobei der Behandler Ihnen gut zuredet, Tipps gibt und nicht unbedingt eine Diagnose stellen muss. Man hat folglich sehr viel Zeit für Sie! Sehr viel Zeit. Das wäre doch viel besser oder nicht? Man weis heute, ein richtiges  Wort zur richtigen Zeit beeinflusst einen Menschen durchaus und kann gerade bei Psychotherapie Sitzungen sehr viel bewegen. 

Leider leben wir in einer Kultur, wo es absolut undenkbar ist für eine ärztliche Behandlung oder eine therapeutische Sitzung etwas zu bezahlen. In unserer Kultur muss immer eine Krankenkasse dafür bezahlen. Und weil dies so ist, haben wir den Zwang zur Diagnose.  

Nicht immer muss aber unbedingt eine Diagnose gestellt werden! 

Als Heilpraktiker für Psychotherapie stehe ich nicht unter dem Druck eine Diagnose stellen zu müssen, denn die Behandlung erfolgt meistens auf privater Basis. Von mir verlangt zunächst keine Krankenkasse eine Diagnose, wegen eines Gespräches.  Deswegen kann ich in meiner eigenen Praxis ganz anders behandeln als kassenzugelassene Therapeuten! Und das kann für Sie als Klient einen großen Vorteil bedeuten! Eine Diagnose sollte nur dann gestellt werden, wenn sie tatsächlich richtig ist!  Wenn ein Klient von einer Diagnose bedroht ist, so empfehle ich im zunächst andere Maßnahmen, die auch helfen können. Nur, wenn eine Diagnose unvermeidlich ist, dann sollte man sie auch stellen. 

Das Gute in meiner Praxis ist es, dass ich eine Diagnose stellen kann. Und bei Privatzahlung erfährt niemand davon. Ich unterliege der Schweigepflicht.  Nach der Genesung kann diese Diagnose als nicht mehr existent betrachtet werden. Sie hat sich aufgelöst. Sie übt also dann keine Macht mehr auf den Klienten aus!  


Ein weiteres großes wichtiges Thema ist der Umgang mit gestellten Diagnosen! 

Lesen Sie dazu die Rubrik: "Umgang mit Diagnosen."




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