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Frank Hübenthal - Heilpraktiker für Psychotherapie 


Achtsamkeit - Kerzenmeditation: 


Die Kerzen-Meditation beansprucht eine ausdauernde innere Bereitschaft der Betrachtung eines Objektes. Sie benötigen dazu eine Kerze und einen Tisch, vor dem Sie sich setzen können. Die Kerze sollte in angenehmer Haltung gut betrachtet werden können.

Was passiert aber in der Kerzenmeditation?

In unserem Leben sind wir es gewohnt mit unseren Blicken und Wahrnehmungen nur kurz bei einer Sache oder einem Objekt zu verweilen, da wir ja nur funktionieren müssen oder Entscheidungen fällen wollen. Im Grunde genommen funktionieren wir und gehen stetig von einem zum nächsten.

Achtsamkeit bedeutet etwas ganz wahrzunehmen und bei dieser Wahrnehmung zu verbleiben. Sie werden mit ihren beiden Augen eine leuchtende Kerze betrachten. Aber nicht nur einige kurze Augenblicke lang, sondern dauerhaft und stetig. Das ist ungewohnt und wird mit der Zeit anstrengend werden.  

Die Achtsamkeits-Meditation kann sogar soweit gehen, dass die Kerze anfängt in ihrer Wahrnehmung sich von Ihrem Betrachtungsbereich spürbar abzuheben. Während die Kerze und die Flamme selbst hell bleiben und sogar zu leuchten beginnen, so wird alles außerhalb der Kerze als dunkler oder unscharf wahrgenommen. Sie sind dabei ganz bei der Kerze und nur bei der Kerze. Wenn Sie es so wahrnehmen, so ist es eine tiefe Achtsamkeit.  

Während Sie so achtsam wahrnehmen, so kommen vielleicht Widerstände auf, die sie von der Achtsamkeit entfernen wollen. Das ist natürlich. Wehren Sie diese Gedanken nicht ab, sondern lassen Sie diese kommen und jedoch im Hintergrund wieder verschwinden, ohne dass Sie den Gedanken folgen wollen. Bleiben Sie bei der Kerze. Irgendwann wird es ganz ruhig und Sie erhalten eine ganz andere Wahrnehmung von der Gegenwart. Sie beginnt an zu Fließen und es wird warm und sehr angenehm. Das innere Geschnatter der Gedanken verschwindet und sie sind nur noch in einem fließenden Zustand. Genau das ist tiefste Achtsamkeit!

Sie können gern diese Meditation mehrmals in der Woche üben. Je mehr Sie üben, umso leichter wird sie werden. Sie trainieren so Ihre Fähigkeit zur Achtsamkeit. Das wird Sie verändern in der Konsequenz unwichtiges von wichtigen besser trennen zu können. Wenn Sie ganz bei einer Angelegenheit sind so nehmen Sie diese als fließenden Zustand wahr und werden weniger abgelenkt 


Übung:

Bitte sorgen Sie für eine störungsfreie Umgebung. Es sollte Sie dabei kein Handy stören können können, also schalten Sie es aus. Am besten Sie üben alleine oder mit Mitmenschen, die auch Interesse an einer solchen Meditation haben. 

Bitte setzen Sie sich auf einem bequemen Stuhl und vor Ihnen sollte ein ganz normaler Tisch stehen. Nehmen Sie eine einfache Kerze und stellen Sie diese auf den Tisch. Zünden Sie die Kerze an und betrachten Sie die Flamme. 

Konzentrieren Sie sich zuerst auf ihren Atem. Atmen sie zunächst 2x tief ein und wieder aus. Lassen Sie anschließend das Atmen von selbst geschehen, denn Ihr Körper weis genau wie viel Atem er braucht  Nehmen Sie die Kerze war. Versuchen Sie ihre Form zu erahnen. Begleiten Sie die Kerze eine Weile. 

Nach einigen Sekunden kommen vielleicht störende Gedanken, Gefühle und Bilder auf. Diese wollen Sie ablenken. Bewerten Sie dieses aufkommende Gedanken nicht und lassen Sie diese jedoch aufkommen und langsam im Hintergrund wieder verschwinden.

Anfänglich ist das noch schwer nicht zu reagieren. Wichtig dabei ist es entspannt und nicht verkrampft diese störenden Einflüsse an sich vorüberziehen zu lassen. 

Reagieren Sie auf diese störenden Dinge nicht, sondern lassen sie diese wie eine Welle durch Sie hindurch gehen und im Hintergrund verschwinden. 

Ihre Aufmerksamkeit ist jedoch bei der Kerze. Betrachten Sie diese Kerze und der zentrale Punkt sollte die Flamme sein. Bewegen Sie die Augen nicht und lassen Sie Ihren zentralen Blickpunkt, dort wo er ist. Sie dürfen Zwinkern und so das Auge befeuchten. Der Blick wird aber nicht verändert. Versuchen Sie um Ihren Blickmittelpunkt das Umfeld der ganzen Kerze wahrzunehmen. 

Sie werden erleben, wie die Kerze etwas flackert. Aber sie können auch erkennen, dass sie sich bewegt, obwohl sich sich nicht bewegt. Das ist normal und zeigt, wie sehr sie mit ihrer Achtsamkeit beschäftigt sind. Sie bekommen ein anderes Zeitgefühl und lassen Sie diese Meditation zu einem fließenden Zustand werden. Erleben Sie die Zeit als etwas fließendes. 

Wenn Sie nach einer Weile die Kerze sehen und um die Kerze alles dunkel geworden ist, so ist die Achtsamkeit besonders tief geworden. Genießen Sie diesen Zustand eine Weile.  

Mittlerweile werden die störenden Gedanken weniger oder hören sogar ganz auf. Sie sind in ihrer Aufmerksamkeit nun in einem Fluss der Zeit. 

Lassen Sie Ihren Atem wie von selbst geschehen. Nehmen Sie die Kerze wahr. Störende Gedanken lassen Sie aufkommen und durch Sie hindurch gehen und im Hintergrund wieder verschwinden. 

Nach ca. 10 Minuten schließen Sie die Augen und Sie werden die Kerze immer noch erkennen können vor ihren inneren Bild.

Spüren Sie nach und kommen Sie nach weiteren 5 Minuten durch tiefes ein und ausatmen wieder zurück ins hier und jetzt. 



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