Frank Hübenthal 
Heilpraktiker für Psychotherapie

Informationen über Lohnfortzahlungen 


Eine psychische Erkrankung kann eine Arbeitsunfähigkeit verursachen. Wenn Sie dann keinen Therapieplatz im gesetzlichen Versicherungssystem für eine Psychotherapie zeitnah finden können, so dürfen Sie auch in meiner Praxis nach dem Heilpraktikerrecht eine Therapie in Anspruch nehmen. Sie haben sogar das Recht sich einen Therapieplatz selbst zu suchen und diesen anzutreten, denn es geht um Ihre Gesundheit! 


Lohnfortzahlung und berufliche Nachteile:  

Wenn Sie Bedarf an einer Psychotherapie haben und krank geschrieben werden, so erhalten Sie zunächst 6 Wochen lang eine Lohnfortzahlung Ihres Arbeitgebers.  

Erfährt Ihr Arbeitgeber von der psychischen Ursache, so können berufliche Nachteile entstehen, denn der Arbeitgeber kann auf dumme Gedanken kommen. Karieren können beendet werden oder verantwortungsvolle Positionen können IHNEN in Abrede gestellt werden. Seien Sie Vorsichtig mit der Diagnose und wer diese erfahren darf!  

Es ist also wichtig diskret zu sein und sofort therapeutisch zu intervenieren und nicht irgendwann einmal, wenn jemand Zeit für Sie hat! 


Das Krankengeld: 

Nach 6 Wochen Lohnfortzahlung erhalten Sie nach §44 ff SGB V Krankengeld. Dieses müssen Sie bei Ihrer Krankenkasse beantragen. Studenten und Schüler erhalten kein Krankengeld und Familienversicherte auch nicht. 

Sie erhalten ca. 70 % des Brutto, jedoch höchstens 90% des Netto Gehaltes weiter.  Das Krankengeld ist höchstens auf 78 Wochen begrenzt. Parallel dazu müssen Gutachten über Ihren Krankheitszustand erstellt werden. Dabei kann der medizinische Dienst Ihrer Krankenkasse helfen. 

Sie haben die Möglichkeit bei öffentlichen Arbeitgebern sogenannte Lohnzuschüsse zu beantragen. Diese füllen das Krankengeld entsprechen auf. Bitte erkundigen Sie sich bei Ihrem Arbeitgeber. 

Wenn Sie eine private Versicherung abgeschlossen haben, so müssen Sie auch dort den Versicherungsfall melden und Nachweise erbringen. 


Ihre Mitwirkungspflicht und die Reha: 

Sie haben bei gesetzlichen Krankenversicherungen eine gesetzliche Mitwirkungspflicht. Also müssen Sie spätestens nach 10 Wochen der Krankschreibung und bei Krankengeld auf Verlangen der Krankenkasse eine Rehabilitationsmaßnahme beantragen, sonst kann das Krankengeld gestrichen werden.  


Erwerbsminderungsrente: 

Wenn Sie in der Krankengeldzeit sehen, dass sie auch weiterhin nicht wieder arbeitsfähig sein können, so können Sie einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente stellen. Der Antrag muss bei der Deutschen Rentenversicherung gestellt werden. Dort können Sie sich auch beraten lassen. Es müssen umfangreiche Gutachten erstellt werden. gegebenenfalls müssen Sie sogar einen Anwalt hinzuziehen und einschalten. Sie müssen mit Abschlägen rechnen. 

Oftmals werden Schwerbehinderungen hier herangezogen und man muss sich beim Versorgungsamt melden und einen Schwerbehindertenausweis beantragen.  Gutachten und Atteste müssen erstellt und vorgelegt werden.. 


Arbeitslosengeld: 

Manchmal kündigen Arbeitgeber bei längerer Krankheit Ihren Arbeitsplatz. 

Nach dem Krankengeld können Sie Arbeitslosengeld 1 beantragen, dann aber müssen Sie dem Arbeitsmarkt wieder zur Verfügung stehen. 

Sie können auch Arbeitslosengeld 2 beantragen. Dann sind sie aber weiterhin krank geschrieben. Sie müssen von einem Gutachter zum nächsten laufen, um Ihren Zustand sich begutachten zu lassen.Gegebenenfalls müssen Sie sogar Ihre Ansprüche auf dem Gericht durchsetzen. Hier können Jahre vergehen. 


Das Hamburger Modell: 

Sie können aber auch nach dem Hamburger Modell stundenweise am Arbeitsplatz zurückkehren. Dann arbeiten Sie unter geringerer Stundenanzahl und geringerem Einkommen weiter. Der Arbeitgeber erhält dabei Zuschüsse  zur Wiedereingliederungshilfe.  



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